<b><i><font face="Times New Roman,Times"><font size=+3>OPERA PERFECTION</font></font></i></b> <br> <hr WIDTH="100%"> <br>

MIRO BELAMARIC, österreichischer Komponist und Dirigent mit kroatischer Abstammung, wurde am 9.2.1935 in Sibenik geboren. Nach Beendigung des Gymnasiums erhielt er seine Dirigierausbildung an der Musikakademie in Zagreb bei Prof. Milan Horvat (Abschluß 1962), in Komposition bei Prof. Stjepan Sulek (Abschluß 1975).

Weitere Dirigierstudien machte er bei Lovro von Matacic in Salzburg (1959/60) und bei Sergiu Celibidache in Siena (1962/63). In den Jahren 1965-68 war er Assistent von Herbert von Karajan bei den Salzburger Festspielen, in den Jahren 1975-78 Assistent von Karl Böhm.

Als Dirigent war Miro Belamaric zunächst als Chefdirigent beim RTV-Symphonieorchester Zagreb tätig, dann als künstlerischer Leiter des Zagreber Komedia-Theaters und danach als Dirigent an der Oper des Nationaltheaters Zagreb, dessen Chefdirigent er 1978-90 war. Danach wirkte er bis zu Kriegsausbruch als Musikdirektor der Dubrovnik-Festspiele.

Außer seiner Tätigkeit in seiner Heimat als Opern-und Konzertdirigent hatte er unter anderem folgende Auslandsgastspiele:

Japan (Tokio, Osaka); Salzburger Festspiele; Wiener Festwochen; Teatro La Fenice - Venedig; Athen-Festival; Opernhaus Graz; Teatro Reggio - Turin; Bordeaux-Festival; Tschechisches Nationaltheater Prag; Wiener Staatsoper; Janacek-Festival - Brünn; Opernhaus Frankfurt; New Orleans-Opera; Staatstheater Kassel; Deutsche Staatsoper Berlin; Salzburger Oktober-Kulturtage; Stadttheater Luxemburg; Opernhaus Bremen; Wien (Musikverein); UDSSR (Kiew, Moskau, Leningrad); Niedersächsisches Staatstheater Hannover; Badisches Staatstheater Karlsruhe; Opernhaus Zürich; Württembergisches Staatstheater Stuttgart; Bayrische Staatsoper München; Opera de Bellas Artes - Mexico City; etc.
Als Komponist ist Miro Belamaric mit einer Reihe von symphonischen, Chor- und Kammerwerken hervorgetreten ("WIE MAN MOZART TÖTET", in Form von Variationen für Klavier und Orchester - 1968; KROATISCHE LIEBESLYRIK, Zyklus für Chor a cappella - 1978-81; PORTRAITS, für Klavier - 1981; POEMAS DEL CANTE JONDO, für Sopran und Klavier - 1983/84).

Von der Öffentlichkeit und der Kritik wurden besonders seine Opernwerke beachtet:

DIE LIEBE VON DON PERLIMPLIN (Oper nach Lorca) wurde am 16. November 1975 an der Kroatischen Nationaloper Zagreb unter der Leitung und Regie des Komponisten uraufgeführt, innerhalb eines Jahres mit 5 Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis für Musik der Stadt Zagreb 1975, im Mai 1976 beim Opernannale-Festival Osijek, im November 1976 am Tschechischen Nationaltheater Prag, im Juni 1983 am Staatstheater Kassel aufgeführt.

Doch erlebte er seinen größten Erfolg als Komponist im Oktober 1983, als er den 1. Preis beim Opernwettbewerb an der Wiener Staatsoper für sein zweites Opernwerk DON JUAN - EIN REBELL FÜR ALLE ZEITEN (nach de Molina) erhielt, das derzeit noch auf seine Uraufführung wartet.

Als Auftragswerk des Baden Württembergischen Ministeriums für Kunst hat er seine dritte Oper GESCHICHTEN AUS DEM WIENER WALD (nach Horváth) vollendet, deren Uraufführung am 4. April 1993 am Badischen Staatstheater Karlsruhe mit großem Erfolg stattgefunden hat. Für diese Oper erhielt der Komponist durch die Zagreber Zeitung Vjesnik den Kritikerpreis J.F. Slavenski als bester kroatischer Komponist des Jahres 1993.
Die erste Aufführung in Kroatien fand am 4. April 1997 statt. Für dieses Werk erhielt er den Staatspreis der Kroatischen Republik, den V: NAZOR Preis als bester Kroatischer Komponist des Jahres 1997.
Während der Vorbereitung seines neuen Opernauftrags nach Ionesco kehrte er zum Konzertpodium zurück und verfaßte zwischen 1994 und 1998 drei symphonische Dichtungen mit Themen, die ihn zu der Zeit innerlich bewegten:
CROATIA, für großes Symphonieorchester (seiner Heimat gewidmet).
Uraufführung: 22. November 1994 in Zagreb im "V.Lisinski"-Konzertsaal.
Erste österreichische Aufführung am 24. November 1994 im Wiener Ronacher-Theater.
SPECTRUM, valses symphoniques viennoises en couleurs, für Symphonieorchester auf AUftrag des Österreichischen Kulturministeriums (seiner zweiten Heimat Wien gewidmet).
Uraufführung: im Millenniumsjahr "1000 Jahre Österreich" 1996, am 5. Dezember im Zagreber "V.Lisinski"-Konzertsaal.
POEME DES AMANTS MORTS, für Symphonieorchester (den jungen Opfern der sterbenden Stadt Sarajevo gewidmet). 1998
Uraufführung: wegen des Krieges in Sarajevo noch nicht fixiert.
Von Zeit zu Zeit ist Miro Belamaric auch erfolgreich als Opernregisseur tätig.

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